Im Bereich der Datensicherheit gibt es noch viel zu tun. Eine EOS-Umfrage zeigt, dass rund die Hälfte der befragten Unternehmen Datenschutz und Cybersicherheit als Trendthema sieht. Aber nur 28 Prozent tun aktiv etwas dagegen.

Studien

Trotz gesetzlicher Vorgaben tun nur 60 Prozent der europäischen Unternehmen etwas für den Datenschutz.

Und nur 28 Prozent beschäftigen sich aktiv mit Cybersicherheitsfragen. Diese Unsicherheit könnte zu erheblichen finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen.

Mehr als ein Jahr ist die Allgemeine Datenschutzverordnung (GDPR) in Europa in Kraft getreten. Die Unruhe und die Hektik der Aktivität haben sich spürbar gelegt. Vielleicht zu viel: Laut der aktuellen EOS-Studie „European Payment Practices“ 2019 sehen nur 52 Prozent der europäischen Unternehmen den Datenschutz als Trendthema für die nächsten zwei Jahre. Und nur 60 Prozent reagieren bereits darauf.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die IT-Trendstudie der Unternehmensberatung Capgemini. Sie ergab, dass nur 53 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz die GDPR vollständig umgesetzt haben. Etwas mehr als ein Viertel arbeitet noch daran, und jedes zehnte Unternehmen steckt tatsächlich in der Planungsphase fest.

Milliardenverluste durch Cyberkriminalität

Unternehmen, die nicht zum Schutz ihrer eigenen und Kundendaten handeln, sind fahrlässig und setzen sich aufgrund von Cyberkriminalität einem hohen Risiko aus. Dieses Risiko ist auch finanzieller Natur. Laut der Unternehmensberatung Accenture werden Unternehmen weltweit in den nächsten fünf Jahren 5,2 Billionen US-Dollar durch Cyberangriffe verlieren.

Europäische Unternehmen sind sich des Risikos eines Datenverlustes bewusst. Laut der EOS-Studie sehen 49 Prozent die Cybersicherheit in den nächsten Jahren als Trendthema. Aber nur 28 Prozent unternehmen bereits aktiv etwas gegen die Cyberabwehr. Und das ist fahrlässig. Nach Angaben der Europäischen Kommission war jedes achte Unternehmen 2016 von Cyberangriffen betroffen, und täglich gab es 4.000 Angriffe von Ransomware-Trojanern.

Um mit der Bedrohung Schritt zu halten, müssen Sie Ihre IT-Infrastruktur ständig herausfordern, sagt Gunnar Woitack, Chief Information Security Officer bei EOS: „Wir errichten Mauern, um Angreifer fernzuhalten, und sie entwickeln ständig neue Techniken, um sie zu zerstören.“ Woitack unterzieht die Systeme bei EOS regelmäßig sogenannten Penetrationstests, bei denen Hacker eingesetzt werden, um die virtuellen Abwehrsysteme von EOS auf Schwachstellen zu untersuchen. „Wir nehmen die Risiken sehr ernst und investieren natürlich auch viel Geld in die Sicherheit.“

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